Pflanzentechnologe

Der Beruf des Pflanzentechnologen bzw. der Pflanzentechnologin

Du weißt noch nicht so richtig, was du werden möchtest?
Du liebst Pflanzen und Tiere, die Natur und all die Zusammenhänge in ihr? Du machst dir Sorgen, wie es um die Umwelt bestellt ist und möchtest einen Beruf ergreifen, der dich diesen Aufgaben näher bringt?
Biologie gehörte immer schon zu deinen Lieblingsfächern und auch mit den anderen naturwissenschaftlichen Fächern kommst du gut klar?
Wie wäre es dann mit einem Beruf aus den so genannten MINT-Fächern? Wie wäre es zum Beispiel mit dem Beruf eines Pflanzentechnologen bzw. einer Pflanzentechnologin?

In diesem kleinen Ratgeber möchten wir dir diesen Beruf näher vorstellen.
Dabei erklären wir dir
– das Wichtigste zum Beruf Pflanzentechnologe bzw. Pflanzentechnologin, wir nennen dir
– die Aufgaben eines Pflanzentechnologen bzw. einer Pflanzentechnologin, wir geben dir
– die notwendigen Impulse, warum dieser Beruf für dich interessant sein könnte und teilen dir natürlich auch mit,
– wie so ein Arbeitstag in der Pflanzentechnologie verläuft.

Allgemeines zum Beruf Pflanzentechnologe bzw. Pflanzentechnologin

Wer sich für den Beruf eines Pflanzentechnologen bzw. einer Pflanzentechnologin entschieden hat, hat einen spannenden Alltag zu erwarten.
Hier wechseln sich die Arbeit an den Pflanzen, z. B. auf dem Versuchsfeld oder im Gewächshaus, die Arbeit im Labor und die Arbeit am Computer täglich miteinander ab.
Dieser Beruf untersteht wie die meisten Berufe strikten Regeln, die den Alltag im Wesentlichen strukturieren, doch andererseits verläuft der Arbeitsalltag wie überall in den lebenswissenschaftlichen Fächern sehr viel flexibler als der einer bzw. eines Verwaltungsangestellten.

Wer als Pflanzentechnologe oder als Pflanzentechnologin arbeitet, beschäftigt sich mit der Züchtung, der Kultivierung und der Ertragssteigerung von Pflanzen.
Da die Pflanzen über das Jahr unterschiedliche Voraussetzungen benötigen, ist die Dreiteilung der Tätigkeiten stets von den Gegebenheiten der Pflanzen abhängig und kann entsprechend der Jahreszeiten und der Pflanzenart schwanken.

Diese Unstetigkeit ist ausschließlich an den Lebensrhythmus der Pflanzen angepasst und verleiht dem gesamten Beruf viel Freiheit und viel sinnvolle Flexibilität, mit der der/die Auszubildende gleichermaßen umgehen kann als auch umgehen muss.

Der Beruf als Pflanzentechnologe bzw. als Pflanzentechnologin ist in der Regel ein Ausbildungsberuf, für den mindestens die mittlere Reife Voraussetzung ist.

Neben der Freude an der Arbeit mit Pflanzen – die natürlich eine wichtige Grundlage ist, solltest du auch besonders in den naturwissenschaftlichen Fächern gute Zensuren und ein ausgeprägtes Verständnis in die Gesamtzusammenhänge in der Natur und die pflanzlichen Kreisläufe im Jahresrhythmus haben.

Auch die Tatsache, dass du als Pflanzentechnologe bzw. als Pflanzentechnologin viel draußen arbeiten wirst, sollte für dich kein Problem sein, denn dein beruflicher Alltag wird nun in die Teile:

  • Feldarbeit,
  • Laborarbeit und
  • Schreibtischarbeit eingeteilt.

Entsprechend wechselt auch deine Arbeitskleidung von wetterfest mit u. U. Gummistiefeln, sicher mit Laborkittel, Schutzbrille und ggf. Schutzhandschuhen sowie ganz normal für die Arbeit am Computer mit einem ausgeprägten Verständnis für Dokumentation, Auswertung, Statistik und ggf. graphischen Darstellungen der Versuchsergebnisse.

Der Beruf als Pflanzentechnologe bzw. als Pflanzentechnologin und die beruflichen Aussichten

Die Ausbildung als Pflanzentechnologin bzw. als Pflanzentechnologe gibt es in seiner aktuellen Fassung erst seit dem Jahr 2013.
Vorher war ein ähnlich geprägter Ausbildungsberuf der eines bzw. einer Landwirtschaftlich-technischen Laboratoriums-Assistenten/tin.
Nach dem erfolgreichen Abschluss dieses Berufes hast du zudem viele Optionen, um auf diesem Weg weiter zu gehen und dich dabei fortzubilden oder ein Studium aufzunehmen, für das dieser Beruf ein wichtiger Grundstein war.
Zudem kannst du auch als Pflanzentechnologe oder als Pflanzentechnologin deinen Meister machen und hier dann eine leitende Stellung einnehmen und junge Lehrlinge in diesem schönen Beruf ausbilden.

Deine Aufgaben als Pflanzentechnologe

Pflanzentechnologen beschäftigen sich mit der Zucht von Pflanzen, ihrer Kultivierung und der Auswertung der Ergebnisse, die sie auf dem Feld gewonnen haben.

Dafür ist es notwendig, die Ertragsergebnisse des vorangegangenen Jahres zu dokumentieren und auszuwerten. In der Folge werden dann neue Feldversuche geplant, die nicht selten zuvor im Labor erprobt werden.
Um diese Ergebnisse verwenden zu können, ist es notwendig, die Ergebnisse genau zu analysieren und dahingehend auszuwerten, was verbessert werden kann, um Erträge zu steigern und dabei die Böden nicht zusätzlich zu belasten, denn Umweltschutz steht zum Glück heute ganz oben auf der Agenda, auch wenn es da stets Verbesserungspotential gibt.

Neben den spannenden Aufgaben, die es rund um die Entwicklung von neuen Sorten und eine biologisch einwandfreie Ertragssteigerung geht.

Auf dem Feld geht es dabei natürlich vor allem um den Anbau der Pflanzen, die Pflege der angebauten sowie deren Ernte.

Im Labor dagegen beschäftigst du dich mit den entnommenen Proben, analysierst sie unter dem Mikroskop oder mit biotechnologischen Labormethoden, um ihren genetischen Fingerabdruck zu erstellen. Dafür sind ein ausgeprägtes Interesse an Molekularbiologie, Chemie und Physik sowie ein gutes Verständnis an Mathematik und Statistik bzw. an den bioinformatischen Grundlagen eine wesentliche Voraussetzung.

Am Computer dann wertest du deine Versuchsergebnisse aus und protokollierst deine Arbeit.

Durch diese Dreiteilung deiner Aufgaben werden deine Ausbildung und auch später deine Arbeit nie langweilig.

Voraussetzungen für den Beruf als Pflanzentechnologe bzw. als Pflanzentechnologin

Die Ausbildungsbetriebe stellen Bewerberinnen und Bewerber ein, die sich für diesen Beruf interessieren und dieses Interesse in ihrer Bewerbung deutlich zum Ausdruck kommt. Voraussetzung ist der Schulabschluss – in der Regel die mittlere Reife. Bei großem Interesse und guter Eignung haben auch Bewerber mit einem Hauptschulabschluss gute Chancen auf eine Zusage zur Ausbildung.

Die Ausbildung in diesem Beruf dauert 3 Jahre. Bewerberinnen und Bewerber mit einem regulären Abitur oder einer Fachhochschulreife können die Lehrzeit auf 2 Jahre verkürzen.

Wer bildet aus und gibt es eine Ausbildungsvergütung?

Die Ausbildung eines Pflanzentechnologen bzw. einer Pflanzentechnologin erfolgt in staatlichen Einrichtungen oder in privaten Betrieben mit Ausbildungserlaubnis.
Es handelt sich hierbei um:

  • Betriebe für Pflanzenzüchtung,
  • für Pflanzenvermehrung,
  • für Saatgut,
  • für Versuchswesen bei Pflanzen sowie
  • in Untersuchungslaboren von gärtnerischen Einrichtungen und in der Agrarwirtschaft.

Wie in vielen anderen Ausbildungsberufen auch, erfolgt die Ausbildung in einem dualen System zwischen den theoretischen Lehranteil und der Lehre in der Praxis und wird sowohl im jeweiligen Ausbildungsbetrieb sowie in der Berufsschule durchgeführt.
Die Ausbildungsvergütung richtet sich nach den Tarifverträgen für Auszubildende in der Landwirtschaft.
Die aktuelle monatliche Vergütung der Ausbildung liegt zwischen 690 und 790 Euro zwischen dem ersten und dritten Lehrjahr gestaffelt.

Fazit

Der Beruf eines Pflanzentechnologen bzw. einer Pflanzentechnologin ist ein absolut lohnendes Ziel, denn der Beruf ist abwechslungsreich, vielseitig und zukunftsorientiert.
Durch die ständigen Neuerungen und Verbesserungen wird er zudem niemals langweilig und er leistet einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, da Pflanzenbau eine der wichtigsten Säulen unseres Lebens ist.

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